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Whitelist Glücksspiel (2025): So prüfst du legale Anbieter in Deutschland

  • Autorenbild: Daniel Gunba
    Daniel Gunba
  • vor 22 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit
Whitelist Glücksspiel (2025): So prüfst du legale Anbieter in Deutschland

Der deutsche Online-Glücksspielmarkt ist seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) streng reguliert. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das: Legal ist nur, was eine deutsche Erlaubnis besitzt – und genau hier kommt die Whitelist Glücksspiel ins Spiel.


Die Whitelist wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geführt und zeigt dir, welche Anbieter wirklich über eine gültige Lizenz verfügen. Alles, was dort nicht aufgeführt ist, gilt nach deutschem Recht als unerlaubtes Glücksspiel.


In diesem Guide erklären wir dir:

  • was die Whitelist genau ist,

  • wie du Schritt für Schritt einen Anbieter überprüfen kannst,

  • welche Warnsignale für nicht gelistete Anbieter sprechen

  • und wie die Whitelist mit Spielerschutz-Systemen wie OASIS und LUGAS zusammenhängt.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar.

Was ist die „Whitelist Glücksspiel“?

Die Whitelist Glücksspiel ist eine amtliche Positivliste der GGL. Sie enthält alle Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen, die über eine Erlaubnis oder Konzession nach dem GlüStV 2021 verfügen.

Gemäß § 9 Abs. 8 GlüStV 2021 muss diese Liste öffentlich im Internet bereitgestellt und regelmäßig aktualisiert werden. Dadurch können Behörden, Zahlungsdienstleister, Werbepartner – und natürlich Spieler – auf einen Blick erkennen, welche Angebote erlaubt und welche illegal sind.

Auf der Whitelist findest du unter anderem:

  • Anbieter für virtuelle Automatenspiele (Online-Slots)

  • Anbieter für Sportwetten und Pferdewetten im Internet

  • Bundesweite Soziallotterien

  • Gewerbliche Spielvermittler (z. B. Lotto-Vermittler)

  • Klassenlotterien

Jeder gelistete Anbieter hat ein offizielles Erlaubnisverfahren durchlaufen und muss strenge Anforderungen zu Spielerschutz, Geldwäscheprävention, IT-Sicherheit und Transparenz erfüllen.


Welche Glücksspielarten umfasst die Whitelist?

Die GGL unterscheidet verschiedene erlaubnisfähige Glücksspielarten. Auf der Whitelist werden insbesondere folgende Segmente aufgeführt:

  • Online-Slots / virtuelle Automatenspiele

  • Online-Sportwetten und teilweise Pferdewetten

  • Online-Poker (wo erlaubt)

  • Soziallotterien (z. B. Aktion Mensch)

  • Lotterien mit geringem Gefährdungspotenzial

  • Gewerbliche Spielvermittlung

  • Klassenlotterien

Für Spieler am relevantesten sind derzeit:

  1. Virtuelle Automatenspiele (Online-Slots)– klassische Online-Casinospiele mit Einsatz- und Einsatzlimits, strengen RTP-Vorgaben und zentraler Überwachung.

  2. Sportwetten im Internet– Wetten auf Sportereignisse mit deutschen Lizenzauflagen, zum Beispiel Limits, Identitätsprüfung und Spielerschutzmaßnahmen.

Wenn ein Anbieter für deutsche Spieler Slots oder Sportwetten anbietet, ohne in der Whitelist aufzutauchen, handelt es sich in der Regel um ein unerlaubtes Angebot.


Schritt-für-Schritt: So nutzt du die Whitelist Glücksspiel


1. Offizielle Whitelist öffnen

Rufe die offizielle Webseite der GGL auf und gehe zum Bereich „Übersicht erlaubter Anbieter (Whitelist)“. Nur diese Liste ist rechtlich maßgeblich – andere „Whitelist“-Seiten im Netz sind lediglich inoffizielle Übersichten.

2. Nach Anbieter, Marke oder Domain suchen

In der Whitelist kannst du verschiedene Suchfelder nutzen:

  • Markenname des Casinos oder Wettanbieters

  • Unternehmen / Betreiber (juristische Person hinter der Marke)

  • Domain, z. B. beispielcasino.de

Tipp: Viele Casinos treten unter einem Marketingnamen auf, während in der Whitelist die Betreibergesellschaft steht. Vergleiche daher immer die Angaben im Impressum oder Footer der Website mit den Einträgen in der Whitelist.


3. Lizenzart prüfen

Deutschland unterscheidet zwischen mehreren Lizenzarten. Für dich als Spieler sind vor allem relevant:

  • Erlaubnis für „virtuelle Automatenspiele“

  • Erlaubnis für „Sportwetten“

Steht der Anbieter zwar in der Whitelist, aber ohne Erlaubnis für Slots, darf er für deutsche Spieler keine Online-Slots anbieten – selbst wenn die Website optisch wie ein Online-Casino wirkt.


4. Status und Geltungsbereich kontrollieren

Die Einträge in der Whitelist können verschiedene Statusangaben enthalten, zum Beispiel:

  • Erlaubt / Granted – voll lizenziert und aktiv

  • Vorläufig – vorläufige Erlaubnis während der Prüfung

  • In Prüfung / Under Review – Antrag läuft, noch nicht legal

  • Entzogen / Revoked – Lizenz widerrufen, Angebot nicht mehr erlaubt

Spiele nur bei Anbietern mit eindeutig erteilter, gültiger Erlaubnis.



5. Domain & Impressum abgleichen

Selbst wenn Name und Betreiber passen, lohnt sich ein Blick auf die Domain:

  • Offiziell lizenzierte Angebote für Deutschland nutzen in der Regel eine .de-Domain und sind genau so auf der Whitelist eingetragen.

  • Fehlt eine vollständige Anbieterkennzeichnung (Impressum) oder steht dort eine andere Firma als in der Whitelist, ist Vorsicht geboten.


Typische Warnsignale für nicht gelistete Anbieter

Schon bevor du die Whitelist prüfst, kannst du viele unseriöse Angebote an bestimmten Merkmalen erkennen. Verdächtig sind unter anderem:

  • Kein oder nur sehr knappes Impressum

  • Keine Erwähnung einer deutschen Lizenz oder der GGL

  • Fokus auf Jackpots, Roulette, Live-Casino und Tischspiele, obwohl diese in Deutschland stark eingeschränkt sind

  • Kryptowährungen als alleinige oder wichtigste Zahlungsmethode

  • Keine Hinweise auf das LUGAS-Einzahlungslimit (1.000 € pro Monat über alle Anbieter) oder auf OASIS-Sperren

  • Aggressive Boni mit intransparenten Umsatzbedingungen

Solche Anbieter arbeiten oft mit Lizenzen aus anderen Staaten (z. B. Malta, Curaçao). Für deutsche Spieler ersetzt das jedoch keine deutsche Lizenz und keinen Eintrag in der Whitelist.


Whitelist, OASIS & LUGAS: Wie alles zusammenhängt

Die Whitelist ist nur ein Baustein des deutschen Spielerschutz-Systems. Sie greift zusammen mit:

  • OASIS-Spielersperrdatei – zentrale Datenbank für Selbst- und Fremdsperren

  • LUGAS – bundesweites System zur Überwachung von Einzahlungslimits und Aktivität

  • verschiedenen technischen Richtlinien der GGL für Spielablauf, Limits und IT-Sicherheit. (

Was bedeutet das für dich?

  • Ist ein Anbieter nicht auf der Whitelist, ist er nicht an OASIS und LUGAS angeschlossen – und damit nicht Teil des offiziellen Schutzsystems.

  • Bei lizenzierten Anbietern dürfen deine Einsätze, Einzahlungen und Sperren nicht einfach umgangen werden.

  • Spielst du bei mehreren legalen Anbietern, werden deine Einzahlungen in LUGAS zusammengezählt, damit das Limit von 1.000 € im Monat eingehalten wird.


Rechtlicher Rahmen: GlüStV 2021 & GGL

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) wurde auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021 eingerichtet und ist seit dem 1. Januar 2023 voll für länderübergreifende Online-Glücksspielangebote zuständig.

Ihre Aufgaben umfassen unter anderem:

  • Erteilung und Überwachung von Erlaubnissen für Online-Slots, Sportwetten & Co.

  • Führen der Whitelist Glücksspiel

  • Kontrolle der Einhaltung von Werbebeschränkungen und Spielerschutzauflagen

  • Zusammenarbeit mit anderen Behörden im In- und Ausland

Für Spieler ist wichtig:Nur Angebote mit gültiger deutscher Lizenz und Eintrag auf der Whitelist erfüllen die Anforderungen des GlüStV 2021. Wer bei nicht erlaubten Anbietern spielt, nutzt aus deutscher Sicht unerlaubtes Glücksspiel.


Praktische Tipps für Spieler in Deutschland

Zum Abschluss ein paar kurze, umsetzbare Tipps:

  1. Whitelist zuerstBevor du Geld einzahlst, prüfe den Anbieter in der offiziellen Whitelist der GGL.

  2. Impressum & Lizenzangaben checkenStimmen Firmenname, Adresse und Domain mit dem Eintrag in der Whitelist überein?

  3. Auf Spielerschutz-Funktionen achtenSeriöse, lizenzierte Anbieter bieten Einsatz- und Einzahlungslimits, Reality-Checks, Pausenfunktionen und einen klaren Zugang zu OASIS-Sperren.

  4. EU-Lizenz ≠ deutsche ErlaubnisEine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen EU-Staat ersetzt keine deutsche Lizenz für in Deutschland wohnhafte Spieler.

  5. Im Zweifel: lieber nicht spielenWenn du den Anbieter nicht in der Whitelist findest oder dir etwas merkwürdig vorkommt, such dir ein klar erlaubtes Angebot.


FAQ: Häufige Fragen zur Whitelist Glücksspiel

Was ist die Whitelist Glücksspiel genau?

Die Whitelist Glücksspiel ist eine amtliche Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Sie zeigt alle Veranstalter und Vermittler, die eine Erlaubnis nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 besitzen und damit legal Glücksspiel in Deutschland anbieten dürfen.


Wo finde ich die offizielle Whitelist?

Die offizielle Whitelist findest du auf der Webseite der GGL im Bereich „Übersicht erlaubter Anbieter (Whitelist)“. Verlasse dich ausschließlich auf diese Quelle – andere Seiten im Internet sind nicht rechtsverbindlich.


Sind Anbieter ohne Eintrag auf der Whitelist automatisch illegal?

Kurz gesagt: Ja, in der Regel schon.Online-Angebote ohne deutsche Erlaubnis und ohne Eintrag in der Whitelist gelten nach deutschem Recht als unerlaubtes Glücksspiel und dürfen sich nicht an Spieler mit Wohnsitz in Deutschland richten.

Reicht eine EU-Lizenz, zum Beispiel aus Malta?

Nein. Eine Lizenz aus einem anderen EU-Staat ist nicht mit einer deutschen Glücksspielerlaubnis gleichzusetzen. Für legale Angebote in Deutschland zählt allein, ob der Anbieter eine Erlaubnis nach GlüStV 2021 besitzt und auf der Whitelist geführt wird.


Wie oft wird die Whitelist aktualisiert?

Die GGL aktualisiert die Whitelist regelmäßig, zum Beispiel wenn neue Erlaubnisse erteilt oder bestehende Lizenzen widerrufen werden. Es lohnt sich deshalb, den Status eines Anbieters immer wieder zu prüfen, besonders wenn du längere Zeit nicht gespielt hast.


Was ist der Unterschied zwischen Whitelist und OASIS?

  • Die Whitelist listet erlaubte Anbieter auf.

  • OASIS ist eine Spielersperrdatei, in der einzelne Personen gesperrt werden können.

Ein Anbieter kann auf der Whitelist stehen und trotzdem Spieler nicht akzeptieren, die in OASIS gesperrt sind. Beide Systeme dienen dem Spielerschutz, haben aber unterschiedliche Funktionen.


 
 
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